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Die Form des Penis ist zylindrisch und gerade. Von dieser normalen Form gibt es Abweichungen in Form von angeborenen oder erworbenen Verkrümmungen.

Angeborene Penisverkrümmungen

Bei einer angeborenen Penisverkrümmung liegt eine Asymmetrie der Schwellkörper vor; sprich, eine Seite oder ein ganzer Schwellkörper ist kürzer als die andere Seite oder der andere Schwellkörper. Deshalb sind dann beide Teile während der Erektion unterschiedlich lang. Da sie zusammengewachsen sind, resultiert eine Verkrümmung.
Diese angeborenen Penisverkrümmungen kommen in zwei Arten vor: sie liegen entweder bereits bei Geburt vor oder entwickeln sich während der Pupertät (sog. Schwellkörperatrophie).
Therapie siehe „Erworbene Penisverkrümmungen“.

Erworbene Penisverkrümmungen (Induratio Penis Plastica (IPP))

Durch eine Verletzung beim sexuellen Verkehr oder als Krankheit (IPP) kann es zu Narbenbildungen am Schwellkörper kommen, die dazu führen, dass sich der Schwellkörper an dieser Stelle nicht mehr ausdehnen kann. Es resultiert eine Verkrümmung zur Seite der Schädigung hin, die bis zu 90° betragen kann. Zusätzlich kann diese narbige Struktur (Plaque) ein Strömungshindernis darstellen, was über kurz oder lang zu Erektionsproblemen führt.

Diese Narbenbildungen können in der Anfangsphase reversibel sein, d.h. es kann zu einer Spontanheilung kommen. Meist sind hiervon jüngere Patienten betroffen. Aus der Erfahrung der Autoren heraus ist die Chance auf Spontanheilung vertan, sobald der Plaque sich verfestigt hat. Leider ist die Ursache dieser Erkrankung nicht genau bekannt, weswegen die versuchten Medikamente bislang wenig, genauer keine, Wirkung erbrachten. Im Deutschen Ärzteblatt aus Februar 2007 fand sich eine Abhandlung die die aktuellen Studien zusammenfasst mit der Feststellung, dass weder Medikamente, noch Bestrahlung, noch Stoßwellentherapie noch Injektion von Medikamenten eine Wirkung in Richtung Heilung zeigen. Lediglich die Stoßwellentherapie konnte in einigen Fällen zumindest vorhandene Schmerzen lindern - sofern falsch durchgeführt allerdings auch neue Narben entstehen lassen. Wir raten deshalb, davon Abstand zu nehmen.

Die Therapie der Wahl besteht in der Entfernung des Plaques durch einen erfahrenen Facharzt und der fachkundige Ersatz des Gewebes (bei der angeborenen Variante dem Aufbau des zu kurzen Schwellkörpers).

Die in vielen Fällen immer noch durchgeführte Nesbit-Operation, bei der die gesunde Gegenseite zusammengerafft wird, erbringt aus der Sicht der Autoren keine guten Ergebnisse, aber immer eine Penisverkürzung. Eine Weiterbildung in der Zeitschrift „Der Urologe“ im Februar 2006 kam deshalb richtiger Weise zu dem Schluß, dass die Nesbit-Technik nur bei geringgradigen Verkrümmungen und ausreichender Penislänge eine Möglichkeit darstellt.
Obwohl in diesem offiziellen deutschen Fachorgan klare ablehnende Aussagen gemacht werden, führen einige Urologen immer noch ausschließlich die Nesbit-Technik oder artverwandte Techniken fort. Dies kann aus Sicht der Autoren nur so verstanden werden, dass diese Kollegen entweder nicht willens sind, sich fortzubilden, die anderen Techniken nicht beherrschen oder die Nesbit diesen im Verhältnis zu anderen Techniken mehr Geld bringt.




Lesen Sie eine aktuelle Fallstudie über 256 operierte Patienten, mit Vergleich der Operationstechniken und Literaturrecherche, als PDF abrufbar unter:
http://www.recent-publications-ugrs.com/de/Surgical-treatment-of-Peyronies-disease.pdf




Photostrecke Nesbit-Operation:

gesunde Seite wird zusammengerafft; der Penis verkürzt sich; der Plaque bleibt bestehen

Photostrecke Plaqueentfernung:

Plaque wird entfernt; Gewebsersatz eingefügt; Penis wird nicht verkürzt.

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